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Schluckstörungen bei Parkinson: Ursachen, Auswirkungen, Therapie
Schluckstörungen stellen eine große Belastung und Gefahr für Menschen mit Parkinson dar. Genussvolles Essen und Trinken – was für andere selbstverständlich ist – wird für Betroffene und deren Angehörige zu einem Thema. In diesem Artikel erfahren Sie die Ursachen, die hinter Schluckstörungen bei Parkinson stehen. Zudem geben wir Ihnen hilfreiche Tipps und Behandlungsmöglichkeiten an die Hand, die den Umgang mit Schluckproblemen erleichtern können – für mehr Sicherheit und Genuss beim Essen und Trinken.
Was sind Schluckstörungen (Dysphagie) bei Parkinson?
Eine Dysphagie bezeichnet die Unfähigkeit, Speichel, Flüssigkeiten oder Speisen zuverlässig vom Mund durch die Speiseröhre in den Magen zu befördern. Schluckstörungen bei Parkinson treten meist erst im mittleren oder späten Stadium der Erkrankung auf. Sie entstehen durch die schrittweise Beeinträchtigung der Muskelfunktion, die für das Schlucken notwendig ist. So ist auch die koordinierte Zusammenarbeit der Muskeln im Mund- und Rachenbereich betroffen. Das bedeutet, dass der komplexe Prozess des Schluckens, der normalerweise automatisch erfolgt, zu einer großen Anstrengung werden kann.
Schluckstörungen in 4 Phasen des Schluckvorgangs
Der Schluckvorgang ist ein komplexer, koordinierter Prozess, der in verschiedene Phasen unterteilt ist. Bei Menschen mit Parkinson können in jeder dieser Phasen Schluckstörungen auftreten, je nachdem, welche Muskeln und Nerven betroffen sind. Die vier Hauptphasen beim Schlucken sind:
- Orale Vorbereitungsphase (Kau- und Vorbereitungsphase): In dieser Phase wird die Nahrung im Mund zerkleinert und mit Speichel vermischt, sodass ein schluckfähiger Speisebrei entsteht. Die Zunge formt die Nahrung und bringt sie für das Schlucken an die richtige Stelle. Bei Parkinson können hier Schwierigkeiten auftreten, da die Kau- und Zungenmuskulatur schwächer oder weniger koordiniert ist.
- Orale Phase (Transportphase): Sobald die Nahrung vorbereitet ist, schiebt die Zunge den Speisebrei normalerweise in Richtung Rachen. Diese Phase ist relativ kurz, aber entscheidend für einen reibungslosen Schluckvorgang. Bei Parkinson-Patient:innen kann die Zungenbewegung jedoch verlangsamt oder unpräzise sein und das Schlucken erschweren.
- Pharyngeale Phase (Rachenphase): In diesem Intervall wird der Speisebrei vom Rachen in die Speiseröhre transportiert. In der Regel schließt sich der Kehldeckel automatisch, um die Atemwege zu schützen und ein Eindringen von Nahrung oder Flüssigkeit in die Luftröhre (Aspiration) zu verhindern. Bei Parkinson können auch die Muskeln im Rachen geschwächt oder nicht optimal koordiniert sein. Dies erhöht das Risiko einer Aspiration und kann Husten, Verschlucken und sogar das Risiko für Lungenentzündungen nach sich ziehen.
- Ösophageale Phase (Speiseröhrenphase): Hier wandert die Nahrung durch die Speiseröhre in den Magen. Die Muskeln der Speiseröhre ziehen sich wellenförmig zusammen (Peristaltik), um den Speisebrei nach unten zu transportieren. Bei Parkinson kann die Muskelfunktion in der Speiseröhre beeinträchtigt sein, was zu einem verlangsamten Transport führen kann. Es fühlt sich dann so an, als würde Nahrung in der Speiseröhre stecken bleiben.
Diese verschiedenen Phasen des Schluckens verdeutlichen, wie komplex der Schluckvorgang ist und wie wichtig die reibungslose Zusammenarbeit unserer Muskeln und Nerven. Die Phasen machen auch deutlich, wie vielfältig die möglichen Probleme bei Parkinson in diesem Bereich sein können.
Wussten Sie, dass wir bis zu 1000 Mal am Tag schlucken?
Beim Essen, Trinken oder sogar im Schlaf – unser Körper führt den erstaunlichen Vorgang des Schluckens ganz automatisch aus. Über 100 Muskeln arbeiten dabei wie ein perfekt eingespieltes Orchester zusammen. Die Instrumente: Wangen, Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen, Rachen, Kehlkopf und Speiseröhre. Doch schon eine kleine Störung kann dieses komplexe Zusammenspiel empfindlich stören.
Ursachen der Schluckstörungen bei Parkinson
Die Ursache für Schluckstörungen liegt im Kern selbst der Parkinson-Erkrankung. Bei Parkinson kommt es zum Abbau von Nervenzellen, insbesondere in der Substantia nigra – einem Bereich im Gehirn, der Dopamin produziert. Als Botenstoff steuert Dopamin Signale für unsere Bewegungsabläufe. Ein Mangel an Dopamin beeinträchtigt daher die Bewegungskoordination, was sich nicht nur auf Arme und Beine auswirkt, sondern auch auf die Muskeln, die für das Schlucken zuständig sind. Dabei spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle:
- Koordinationsverlust der Muskeln: Die Bewegungen von Zunge, Kehle und Speiseröhre sind beim Schlucken genau aufeinander abgestimmt. Wenn das Zusammenspiel gestört ist, kommt es zu einem verfrühten oder verspäteten Schlucken.
- Verlangsamung der Muskelbewegungen: Die sogenannten Akinesien, also die verlangsamten Bewegungen, wirken sich auch auf den Schluckvorgang aus. Dadurch kann der Schluckprozess verzögert ablaufen und feste Speisen oder Flüssigkeiten in die Luftröhre gelangen.
Symptome einer Schluckstörung
Eine Schluckstörung ist unter den Parkinson-Symptomen nicht immer leicht erkennbar und wird daher oft auch nicht im vollen Ausmaß wahrgenommen. Sie zeigen sich zunächst dadurch, dass das Schlucken von festen Nahrungsmitteln und Getränken zunehmend schwieriger wird. Dies zeigt sich oft in typischen Symptomen wie häufigem Verschlucken beim Essen oder Trinken, Husten während oder nach dem Essen, oder einem Gefühl, dass Speisen im Hals “stecken bleiben“. Auch wiederholtes Räuspern kann ein Hinweis darauf sein, dass das Schlucken beeinträchtigt ist. Es ist außerdem wichtig, auf weitere Anzeichen zu achten. Dazu gehören folgende Symptome:
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Vermehrte Bildung von Speichel oder Speichelaustritt aus dem Mund
- Häufiges Husten und Räuspern
- Trockene Haut
- Sodbrennen und Aufstoßen
- Verschlechterung des Allgemeinzustandes ohne klare Ursache
- Erhöhte Körpertemperatur oder plötzliches Fieber
- Auffällige Blutwerte
- Bronchitis oder Lungenentzündungen als mögliche gefährliche Komplikation
Direkte Symptome während oder nach dem Schlucken sind ebenfalls wichtige Warnzeichen für eine Dysphagie:
- Verschlucken an Speichel, bestimmten Speisen oder Getränken
- Häufiges Räuspern oder Hustenanfälle
- Erschwerte Atmung nach dem Schlucken (Atemnot, rasselnde Atemgeräusche)
- Kloßgefühl im Hals
- Vermehrter Speichelfluss und unbeabsichtigtes Austreten von Speichel oder Nahrung
- Gurgelnde Stimme
- Niesen beim Essen mit Austritt von Speichel oder Nahrung
Wenn Sie als Betroffene:r oder als Angehörige:r diese Hinweise bemerken, können Sie aktiv zur Linderung der Schluckbeschwerden beitragen und die Gefahr von Komplikationen reduzieren.
Folgen und Komplikationen von Schluckstörungen
Schluckstörungen bei Parkinson können Risiken mit sich bringen, da sie die Nahrungsaufnahme erschweren und die Gefahr besteht, dass Nahrung oder Flüssigkeiten in die Atemwege gelangen. Eine der gefährlichsten Folgen der Dysphagie ist die versehentliche Aspiration von Speisen, Speichel oder Flüssigkeiten in die Lunge. Denn sie kann zu einer Lungenentzündung, einer sogenannten Aspirationspneumonie, führen. Diese Komplikation ist besonders gefürchtet, da sie lebensbedrohlich sein kann.
Weitere Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden
Neben dem Risiko einer Lungenentzündung beeinträchtigt eine Schluckstörung oft auch die Verdauung, da die reduzierte Nahrungsaufnahme und der verlangsamte Schluckprozess die allgemeine Gesundheit negativ beeinflussen können. Eine unzureichende Nahrungsaufnahme hat viele weitere Konsequenzen, die für Betroffene belastend sein können. Dazu gehören:
- Gewichtsverlust und Mangelernährung: Da das Essen für viele Betroffene unangenehm oder anstrengend wird, essen sie oft weniger. Auch verdirbt meist die Angst vor dem Verschlucken den Appetit. Dies kann langfristig zu einem ungewollten Gewichtsverlust und zu einer Mangelernährung führen, was die körperliche Schwäche verstärkt und auch das Immunsystem schwächen kann.
- Medikamente: Bei Schluckstörungen kann es passieren, dass Medikamente im hinteren Bereich des Rachens hängenbleiben und nicht vollständig geschluckt werden. Dies wiederum kann dazu führen, dass die Wirkung der Medikamente unzureichend ist oder verzögert eintritt.
- Stigmatisierung und psychische Belastung: Schluckstörungen und insbesondere das unzureichende Schlucken von Speichel, der dann unkontrolliert aus dem Mund läuft und sichtbar wird, empfinden viele Betroffene als stigmatisierend und beschämend. Diese Problematik kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zu einem sozialen Rückzug führen.
Diagnose von Schluckstörungen bei Parkinson
Das Erkennen von Schluckstörungen bei Morbus Parkinson ist ein wichtiger Schritt, um rechtzeitig unterstützende Maßnahmen zu ergreifen. Die frühzeitige Diagnose kann helfen, Risiken wie das Verschlucken und damit verbundene Komplikationen zu verringern. Wenn Hinweise auf eine Schluckstörung vorliegen, kann eine umfassende Diagnostik sinnvoll sein. Diese umfasst in der Regel eine Anamnese und eine klinische Untersuchung.
- Beobachtung und Anamnese: Menschen mit Parkinson, die zusätzlich unter Sprachstörungen leiden, sollten auf mögliche Schluckprobleme sensibel angesprochen werden. Es ist hilfreich, wenn auch Angehörige ihre Beobachtungen teilen, um ein vollständiges Bild der Beschwerden zu bekommen.
- Klinische Untersuchung: Speziell geschulte Logopäd:innen führen eine umfassende Analyse des Schluckakts durch. Hierbei werden die am Schluckvorgang beteiligten Organe wie Lippen, Kiefer, Zunge und Kehlkopf untersucht. Auch das Schlucken verschiedener Konsistenzen und das Beobachten des Schluckens sind Teil der Untersuchung. Dabei wird ebenfalls die Stärke von Schutzreflexen wie Husten und Räuspern sowie der Stimmklang bewertet, um Hinweise auf eine mögliche Dysphagie zu erhalten.
- Apparative Untersuchungsmethoden: Wenn genauere Einblicke in den Schluckvorgang nötig sind, kommen zusätzliche Untersuchungsmethoden zum Einsatz wie eine Videofluoroskopie (Röntgenuntersuchung), die den Schluckakt in Echtzeit abbildet, eine endoskopische Untersuchung (FEES), bei der eine kleine Kamera über die Nase in den Rachen eingeführt wird, um den Schluckvorgang direkt zu beobachten sowie eine klinische Schluckuntersuchung (KSU), die das Vorhandensein und den Schweregrad einer Dysphagie festgestellt.
Diese Diagnosemethoden bieten eine wichtige Grundlage, um den Schluckvorgang bestmöglich zu verstehen und individuelle, therapeutische Ansätze zu entwickeln, die Ihre Lebensqualität verbessern und Ihnen ein sicheres Essen und Trinken ermöglichen.
Behandlung von Schluckstörungen bei Parkinson
Schluckstörungen bei Parkinson können den Alltag stark beeinflussen. Essen und Trinken wird plötzlich zur Herausforderung, Genuss und Wohlbefinden treten in den Hintergrund. Doch es gibt vielfältige therapeutische Ansätze, die Ihnen helfen können, den Schluckvorgang zu erleichtern und sicherer zu gestalten. Durch gezielte Übungen, unterstützende Techniken und gegebenenfalls Anpassungen in der Ernährung lassen sich viele Schwierigkeiten beim Schlucken lindern. Die folgenden Behandlungsansätze – vom medizinischen Fachpersonal bis hin zu Tipps für den Alltag – zeigen, dass Sie mit der richtigen Unterstützung und Eigeninitiative Ihre Lebensqualität trotz Schluckproblemen bewahren und wieder genussvoller essen und trinken können.
Nicht-medikamentöse Therapie: Beratung und Training durch Fachkräfte
Die nicht-medikamentöse Therapie bei Schluckstörungen richtet den Fokus hauptsächlich auf die Bereiche der Logopädie und Ernährungsberatung. Der Fachbereich der Logopädie bietet bei Schluckstörungen gezielte Übungen an, die durch regelmäßiges Training die Schluckmuskulatur trainieren und die Koordination verbessern können. Ernährungsberater:innen können bei Schluckstörungen wertvolle Tipps geben, um sicherzustellen, dass trotz der Einschränkungen eine ausgewogene Ernährung gewährleistet bleibt. Zu den Möglichkeiten der nicht-medikamentösen Behandlung von Schluckstörungen bei Parkinson gehören zum Beispiel:
- Beratung zu geeigneten Lebensmitteln und Medikamenten: Logopäd:innen und Ernährungsberater:innen können Ihnen zeigen, welche Lebensmittel und Medikamentenformen für Sie leichter zu schlucken sind. Dabei erhalten Sie hilfreiche Tipps zur Auswahl von Speisen, die den Schluckvorgang erleichtern und sicherer machen, wenn sie zum Beispiel eine breiige Konsistenz haben.
- Training von Übungen und Schluckmanövern: Um das Risiko des Verschluckens zu reduzieren und Ihre Schluckkraft zu stärken, können spezielle Übungen helfen, die sich mithilfe von Logopäd:innen lernen. Diese unterstützen Sie dabei, den Schluckakt zu verbessern und Ihre Muskeln zu kräftigen.
- Übungen zur Stärkung der Hustenkraft: Da ein kräftiger Husten beim Verschlucken hilft, Nahrung aus den Atemwegen zu entfernen, kann Ihnen ein gezieltes Training helfen. Logopäd:innen schulen Sie auch in diesen Übungen, damit Sie sich sicherer fühlen.
- Neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES): Dabei handelt es sich um eine Therapieform, bei der Elektroden auf die Haut über den Schluckmuskeln platziert werden. Elektrische Impulse erhöhen die Muskelkraft und verbessern die Beweglichkeit. Diese Methode wird zunehmend als ergänzende Maßnahme in der Behandlung von Schluckstörungen bei Parkinson-Patienten eingesetzt.
- Beratung zur Sondenernährung bei schweren Schluckbeschwerden: Falls das Schlucken zunehmend schwieriger wird und die Ernährung gefährdet ist, gibt es die Möglichkeit einer Sondenernährung. So wird sichergestellt, dass Sie ausreichend Flüssigkeit und Nahrung erhalten und gut versorgt sind.
Schlucktechnik: Supraglottisches Schlucken
Menschen mit Parkinson erleben häufig eine beeinträchtigte Koordination von Atem- und Schluckbewegungen und atmen nach dem Schlucken ein, anstatt auszuatmen, was das Risiko einer Aspiration erhöht. Die Technik des “Supraglottischen Schluckens“ kann dann helfen, diese Abfolge zu stabilisieren. Die Supraglottis ist der oberste Abschnitt unseres Kehlkopfs (Larynx). Das Ziel des supraglottischen Schluckens ist es, einen bewussten Verschluss der Stimmritze (Glottisschluss) zu erreichen, indem der Atem während des Schluckvorgangs angehalten wird. Achten Sie darauf, zwischen dem Schlucken keinen Atemzug zu nehmen! Üben Sie diese Technik unbedingt ohne Nahrung im Mund:
- Neigen Sie das Kinn zur Brust.
- Atmen Sie tief durch die Nase ein und halten Sie die Luft an.
- Schlucken Sie, ohne die Luft freizugeben.
- Husten Sie unmittelbar nach dem Schlucken.
- Führen Sie anschließend ein leeres Schlucken aus.
Medikamentöse Therapie
Medikamente wie Levodopa, die den Dopaminspiegel im Gehirn erhöhen, können viele Parkinson-Symptome lindern. Ob diese Medikamente auch die Schluckstörungen direkt beeinflussen, hängt jedoch von Ihrem individuellen Krankheitsverlauf ab. Die medikamentöse Therapie wird daher stets an Ihre persönliche Situation angepasst.
Botulinumtoxin-Injektionen bei Schluckstörungen
Ein noch recht neuer, innovativer Therapieansatz bei Parkinson-Patient:innen können Injektionen von Botulinumtoxin sein. Die Behandlung kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Betroffene unter vermehrtem Speichelfluss (Sialorrhoe) aufgrund einer reduzierten Schluckfrequenz leiden. Botulinumtoxin, auch unter dem Namen Botox bekannt, wird gezielt in die großen Speicheldrüsen injiziert. Dadurch soll die Speichelproduktion reduziert und somit das Risiko von Aspirationen und Lungenentzündungen verringert werden.
Die Behandlung ist seit 2019 in Deutschland für chronische Sialorrhoe zugelassen, und die Kosten werden oft von den Krankenkassen übernommen.
Tipps für den Alltag: Wie können Sie das Schlucken erleichtern?
Wenn das Schlucken von Speisen und Flüssigkeiten zunehmend schwerer wird, können viele Anpassungen im Alltag helfen, das Schlucken zu erleichtern und das Risiko von Verschlucken zu minimieren.
- Nicht während des Essens sprechen: Um ein versehentliches Verschlucken zu vermeiden, konzentrieren Sie sich beim Essen oder Trinken nur auf den Schluckvorgang. Falls dies in sozialen Situationen schwierig ist, sprechen Sie am besten vorab mit Ihrer Familie und Freund:innen. So kann jeder besser nachvollziehen, weshalb Sie auf Gespräche während der Mahlzeit nicht eingehen können.
- Tabletten richtig einnehmen: Falls Ihnen das Schlucken von Tabletten schwerfällt, können Sie sie mit einer angedickten Flüssigkeit wie Apfelmus einnehmen. Dies kann den Schluckvorgang erleichtern und das Risiko von Würgen verringern. Achten Sie jedoch darauf, Milchprodukte zu vermeiden, da eiweißreiche Speisen die Aufnahme von Levodopa beeinträchtigen können.
- Kleine Portionen essen und trinken: Vermeiden Sie zu große Bissen beim Essen und zu große Schlucke beim Trinken. Nehmen Sie sich Zeit beim Kauen und trinken Sie langsam. Flüssigkeiten können durch leichtes Andicken leichter zu kontrollieren sein.
- Weiche Speisen bevorzugen: Wählen Sie bei Bedarf weiche, breiige Speisen, die sich leicht kauen und schlucken lassen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Ihnen das Kauen schwerfällt. Die Anpassung der Konsistenz von Speisen ist eine einfache, aber wirksame Maßnahme. Dabei werden Lebensmittel in einer Form zubereitet, die leichter zu schlucken ist, wie zum Beispiel pürierte oder angedickte Speisen.
- Spezielle Kopfhaltungen einnehmen: Das Vorbeugen des Kopfes – die “Kinn-nach-unten-Position” – kann beim Schlucken helfen, Speisen sicherer in die Speiseröhre zu leiten. Diese Position kann das Risiko des Verschluckens reduzieren und das Trinken sicherer machen.
- Ruhe und Konzentration beim Essen: Versuchen Sie, sich beim Essen und Trinken nicht abzulenken. Eine ruhige Umgebung hilft, sich auf den Schluckvorgang zu konzentrieren und das Risiko des Verschluckens zu verringern.